Fotokunst

Unter der Sammelbezeichnung Fototechnik werden alle nichtkünstlerischen Geräte, Methoden und Prozesse bezeichnet, die in der Fotografie sowie in der Filmtechnik und der Videotechnik verwendet werden. Zum Bereich der Fototechnik gehören alle Geräte, Methoden und Prozesse, die zur Aufnahme, Verarbeitung und Bearbeitung einer Fotografie benötigt werden.

 

Die Fotokunst bedient sich der Fototechnik und Fotoästhetik zur Schaffung eines künstlerischen Objektes. Die Grundlage für künstlerisch und handwerklich gute Fotografie ist, neben Talent und einem "guten Auge", auch ein fundiertes Wissen über die dahinterstehende Technik.

 

Der Kunstcharakter der Fotografie stand lange Zeit zur Diskussion. Sie wurde vielmehr als Handwerk weniger jedoch als Kunstform angesehen. So sagte Henri Cartier-Bresson einst über den Zusammenhang zwischen Kunst und Fotografie: „Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.“

 

Fotografie als Form der Kunst anzusehen war nicht immer so selbstverständlich wie es heute der Fall ist. Sie musste als Kunstform immer um Anerkennung kämpfen. Nach der „Weltausstellung der Fotografie“ im Jahre 1964 wurde die Fotografie als Kunstform vollwertig anerkannt. Zudem wurde der künstlerische Aspekt der Fotografie auch an den Hochschulen gefördert. Der künstlerische Ansatz in der Fotografie liegt darin, dass die grafischen Aspekte der Motive betont werden müssen. Es gilt, die Fotografie als künstlerisches Medium herauszustellen, mit Hilfe von Abstraktion und Verdichtung.


Fotos sind für mich immer eine Arbeitsvorlage. Nie wird ein Bild die naturgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit zeigen. Sie zeigen immer meine Gefühle und die Gedanken, die ich bei einem Motiv habe und das ist es, was zählt. Die so häufig geäußerte Kritik an Fotos, die nicht der Wirklichkeit entsprechen sind so alt, wie es Bilder gibt. Es ist verschwendete Zeit! Vielmehr sollt man sie dazu nutzen, sich mit dem Bild auseinander zu setzen: Was will uns der Fotograf damit sagen, was waren seine Gedanken und Gefühle? Caspar David Friedrich hat einmal gesagt: ”Male nicht das, was du vor dir siehst, sondern male das, was du in dir siehst. Wenn du nicht sehen kannst, was in dir ist, so unterlasse es zu malen. Ich denke, alle Techniken, Stilrichtungen und Ideen sind erlaubt, weil sie eine Bereicherung der fotografischen Kunst sind. Wie arm und langweilig wäre die bildliche Darstellung, wenn man sich nur auf das wirklich Sichtbare beschränken würde.

 

Für diese Kapitel gilt: Ich bin nicht daran interessiert, die Realität so abzubilden, wie sie ist und ich denke, dass es die Natur eines jeden Künstlers ist, den Betrachter mit seiner individuellen Sicht der Realität bekannt zu machen. Der Künstler kann dies tun, indem er ein Bild nachbearbeitet, wenn er das Gefühl hat, dass es nötig ist, das Resultat seiner Vision anzugleichen.