Wasserschloss Werdringen mit Museum

 

Das Wasserschloss Werdringen liegt im Ruhrtal in einer historisch gewachsenen Landschaft am Fuße des von Sagen und Mythen dicht umwobenen Kaisbergs. Die romantisch gelegene Schlossanlage ist von einem einzigartigen Naturschutzgebiet umgeben, das sich entlang der Seenplatte im Norden von Hagen erstreckt. Der Adelssitz Werdringen wurde bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Zu dieser Zeit war das heutige Wasserschloss ein befestigtes Burghaus bzw. eine Turmburg. Werdringen gehörte zur Lehnskammer der Herren von Volmestein. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau in eine Wasserburg. Eine weitere Bauphase erlebte die Anlage zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals erfolgte der Anbau von Gebäudeteilen im neogotischen Baustil.

In der Zeit nach 1450 vollzog sich der Umbau Werdringens in eine Wasserburg. Im 15. Jahrhundert wurden in der Region mehrere Adelssitze zu solchen Anlagen ausgebaut. In Werdringen lassen noch heute die erhaltenen Schießscharten, die Reste der Ringmauern und weitere Bauteile den ursprünglich militärischen Wehrcharakter der Burganlage erkennen.

 

Im Dreißigjährigen Krieg und im Verlauf des 18. Jahrhunderts erlebte die Wasserburg eine wechselvolle Geschichte. Während des Siebenjährigen Kriegs (1756-1762) diente Werdrigen zeitweise als Kommandantur des französischen Befehlshabers für den märkischen Kreis Wetter. Damals befand sich die Anlage bereits im Zustand des Verfalls. 


Baubeschreibungen aus dem Jahr 1799 dokumentieren, dass die Burg in der Frühen Neuzeit von einem Wassergraben umgeben war und eine hölzerne Zugbrücke besaß. Die ruinöse Zugbrücke wurde um 1800 durch die noch heute vorhandene Steinbrücke ersetzt. Um 1800 erfolgte auch der Abbruch der umlaufenden, ursprünglich über 2,50 m hohen Ringmauern auf die heutige Höhe von rund 1,50 m. Mehrere zerfallene Gebäude im Kernbereich der Wasserburg wurden bis auf die Grundmauern abgebrochen. Im Innenhof befand sich ein Tiefbrunnen, der später zugeschüttet wurde.