Ev.-Ref. Kirche Wetter-Freiheit

Das Ev.-reform. Gotteshaus befindet sich hoch oben über dem Harkortsee neben der Burgruine der Burg Wetter. Die Kirche wurde 1893 vom Architekten Prof. Johannes Otzen aus Berlin erbaut und 1894 eingeweiht. Dass Otzen den Kirchenbau mit romanischen und gotischen Stilformen konstruierte, ist historisch motiviert, denn an dieser Stelle stand einst die Burgkapelle der Freiheit Wetter, entstanden gegen 1250 mit der Burg, 1384 erweitert und um 1550 von der Reformation übernommen.

Die kleine Kapelle, geweiht den beiden heilig gesprochenen Märtyrerinnen Katharina und Anna, im Schatten der Burg Freiheit wurde 1657 der reformierten Gemeinde überwiesen. Fast 75 Jahre fand das Gemeindeleben in dieser Kapelle statt, bis die Reformierten eine neue Orgel und ein neues Gestühl beschafften, im Jahre 1811 erhielt das kleine Gotteshaus eine neue Ausschmückung. Doch wurden der bauliche Zustand der Kirche im Laufe der Jahre immer schlechter und die Zustände für die kleine Gemeinde fast unzumutbar wurden. Vorangetrieben vom damaligen Pfarrer Hengstenberg, "der sich der Sache mit regem Eifer annahm und das Interesse Sr. Majestät erweckte, welcher allergnädigst geruhte, ein königl. Gnadengeschenk von 10.000 Mark zu bewilligen, sowie die Unterstützung anderer Gemeinden und Glaubensgenossen" konnte die Gemeinde den Bau einer neuen Kirche ausführen lassen, heißt es in der Kirchenchronik. Auf den Fundamenten der alten Freiheit-Kirche wurde im Jahre 1894 mit dem Bau der neuen, heutigen reformierten Kirche begonnen. Noch im Dezember desselben Jahres wurde das neue Gotteshaus eingeweiht. Mit einer Jubiläumswoche beging die evangelisch-reformierte Gemeinde Wetter-Freiheit im Mai 2007 das 350-jährige Bestehen.

 

Auch ein Pfarrhaus gab es in den Frühzeit der Gemeinde schon. Es war ursprünglich ein Burglehn der Familie Brocke, die es der Gemeinde bei ihrer Entstehung verkaufte. Das heutige Pfarrhaus wurde in den Jahren 1784 bis 1786 errichtet.

 

In früheren Zeiten fanden auf dem Kirchhof im Schutze der Kirche noch die verstorbenen Gemeindemitglieder ihre letzte Ruhestätte. Der reformierte Friedhof wurde im Laufe der Geschichte zwei Mal erweitert, dann aber stillgelegt.

Der Innenraum, ein besonderes Beispiel sakraler Raumgestaltung deutscher evangelischer Kirchenarchitektur.

 

Organist Gerhard Ganter an der kleinen Kirchenorgel