LVR-Industriemuseum, Oberhausen

LVR-Industriemuseum Oberhausen zeigt in der Walzhalle der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg auf 3.500 m² Fläche über 150 Jahre Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie an Rhein und Ruhr. Mit der 1997 eröffneten Ausstellung "Schwer-industrie" erzählt das RIM als einziges Museum im Ruhrgebiet die Geschichte der neben dem Bergbau bedeutendsten Branche im Revier. Dort, wo früher Zink zu Blechen verarbeitet wurde, können die Museumsbesucher nun eine Zeitreise durch die Entwicklung der Schwerindustrie von der Blüte bis zur Krise unternehmen. Arbeitsmaschinen aus der Eisen- und Stahlerzeugung, tonnenschwere Stahlkolosse wie Kokillen, Walzen sowie ein knapp zehn Meter hoher und 53 Tonnen schwerer Dampfhammer veranschaulichen die Arbeitsprozesse. Eines der größten Exponate ist die Güterzug-Dampf-lokomotive 50 2429, die von der Lokfabrik Krupp im Jahre 1942 erbaut wurde. Vor dem Eingang überspannt ein Doppel- bogen mit Fahrbahn der Wuppertaler Schwebebahn die Hansastraße.

 

1984 konnte das vollständig erhaltene industrielle Baudenkmal – und nebenbei die einzige erhaltene gründerzeitliche Fabrikanlage im Ruhrgebiet – einer neuen Nutzung zugeführt werden. Der Landschaftsverband Rheinland übernahm die Hauptgebäude, d.h. die Fabrik und die 1912 gebaute Direktorenvilla von "Zink Altenberg", um hier die Zentrale und den Standort Oberhausen des Rheinischen Industriemuseums (heute LVR-Industriemuseum) einzurichten.

 

Das "Zentrum Altenberg" bezieht seine Vitalität aus dem Funktionsmix von Soziokultur, Beschäftigungsentwicklung und Museum.