Friedhof der Ev. Luth. Kreuzgemeinde

Seit 1898 bestattet die Ev. Luther. Kreuzgemeinde Witten ihre Angehörigen auf dem eigenen Friedhof, der ein Ort der Ruhe, des Friedens und der Hoffnung sein will. Nach der Gemeindegründung 1896 wurde es immer dringlicher, eine eigene Begräbnisstätte für die verstorbenen Gemeindeglieder zu beschaffen, um Einzelgenehmigungen und hohe Beerdigungskosten auf anderen Friedhöfen zu vermeiden. Nach Erteilung der Genehmigung eines Friedhofes der Kreuzgemeinde konnte am 17. April 1898 die erste Beerdigung erfolgen. Die Trauergottesdienste fanden zunächst unter freiem Himmel statt. Darum sollte dringend eine Friedhofskapelle gebaut werden. Mit Unterstützung der damaligen Ev.-Luth. ("altlutherischen") Kirche (heute: Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche) konnte eine Kapelle im neugotischen Stil errichtet werden, die am 8. September 1898 eingeweiht wurde. Nach der geltenden Friedhofsordnung steht der Friedhof der Kreuzgemeinde heute allen offen.

Die gärtnerische Anlage des Friedhofes erfolgte in dem damals vorherrschenden klassizistischen Stil: drei Längswege und eine Reihe von etwa rechtwinklig dazu verlaufenden Querwegen. Sein Gepräge bekam er durch die Linden-Alleen. Im Zentrum steht das große Eichenkreuz auf dem kleinen Feld, auf dem Soldaten des 1. Weltkrieges bestattet wurden.

 

Der zentrale Platz ist gestaltet mit einem Denkmal eines heimischen Steinmetzmeisters. Das von ihm geschaffene Werk soll die christliche Auferstehungshoffnung zum Ausdruck bringen. Das Denkmal soll aber auch ein Mahnmal des Friedens sein, ein Denkmal für die Kriegstoten, die Opfer der Vertreibung und Verfolgung. Gedenksteine erinnern an Namenlose und Vergessene. Der in der Mitte des Denkmals aufragende Stein ist in sich verdreht als Ausdruck von Krieg und Gewalt in der Welt. Zudem strebt der Stein konisch verjüngt nach oben und symbolisiert so die christliche Auferstehungshoffnung.