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Hammerteich, Witten

Am Fuß des Hohenstein liegt der ehemalige Hammerteich einer frühindustriellen Hammerschmiede. 1722 ist der Teich im Auftrag von Peter Lange - Fabrikant aus Remscheid - angelegt worden. Neben dem Ablauf des Teiches baute er ein Hammerwerk, das aber schon 1741 in Konkurs ging. Nach mehreren Besitzerwechseln übernahm Carl Ludwig Berger das Werk als Versuchsanlage für seine Gussstahl-Experimente. 1881 ging die Fabrik in den Besitz des Puddlings- und Walzwerkes Albert Lohmann über. Der Betrieb wurde 1892 eingestellt und der Hammerteich in die Planung des neuen Stadtwalds Hohenstein einbezogen. 

Heute ist der kleine Stausee des Borbachs kurz vor dessen Mündung in die Ruhr ein Teil des Erholungsgebietes und dient den örtlichen Schiffsmodellbauern als Fahrgewässer. In der Nähe der Staumauer liegt ein kleiner Kinderspielplatz und eine öffentliche Minigolfanlage. Der Hammerteich schrumpft jedoch dramatisch. Grund ist die Verschlammung durch den Borbach. Vor vielen Jahren lag die Insel für die brütenden Enten noch mitten im Wasser, doch inzwischen hat der Borbach so viel Erde, Zweige und Blätter angespült, dass das kleine Eiland fast mit der Uferböschung am Einfluss des Baches verbunden ist. Um etwa ein Viertel ist die Wasserfläche des rund 5.000 Quadratmeter großen Teiches in den letzten Jahrzehnten geschrumpft. Einen Teil seiner Fläche verlor er schon vor rund 30 Jahren, als Teile des Teichs zwar entschlammt, aber diese Massen nicht entnommen, sondern neben dem Borbach-Einfluss aufgespült wurden. Über zehn Meter hohe Bäume sprießen dort inzwischen. Nur der Holzzaun am Ufer erinnert noch an die ursprüngliche Teichgröße. Schon damals ist bekannt gewesen, dass der Borbach Schwermetalle mit sich führe. Hätte man den belasteten Schlamm aus dem Teich ausgebaggert, so hätte er teuer entsorgt werden müssen. Deshalb sei damals die „kleine Lösung“ des Aufspülens an seinem Rand gewählt worden.

Sommer am Teich

Damm, Teichmulde und Ablauf stammen von 1722. Anfangs gab es unter dem Ablauf ein Auffangbecken. Der Damm brach wiederholt, wurde wieder stabilisiert. Erst im 20. Jahrhundert wurde der Teich mit Bruchsteinmauern eingefasst. 1924 wurde er zum Ausflugsziel ausgebaut.

Winter am Teich

Noch etwas Spielerei: Der Winterfrost erlaubt schöne Langzeitbelichtungen. 

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