Ruhrtalbahn

Mit der Gründung der Henrichshütte in Hattingen kam 1854 die Eisenbahn ins Ruhrtal. Bis zu 10.000 Arbeiter produzierten hier Eisen und Stahl - bis 1987 gegen den erbitterten Widerstand einer ganzen Region der Hochofen 3, der älteste im Revier, ausgeblasen wurde. Der Personenverkehr entlang der Ruhr wurde bereits 1971 eingestellt - und 2005 von der RuhrtalBahn wieder aufgenommen, nachdem zuvor (seit 1981) das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen in eigener Regie einen Museumszugverkehr zwischen Hattingen (Ruhr) und Wengern Ost bzw. Oberwengern (bis 1989) betrieben hatte.

Auf der landschaftlich schönsten Strecke der Region zwischen dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und Hagen Hauptbahnhof verkehren in der Saison die nostalgischen Züge der RuhrtalBahn. Betreiberin der touristischen Linienverkehre ist die RuhrtalBahn Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Hagen. Eine Dampflok wechselt sich dabei mit einem alten Schienenbus ab, der älteren Zeitgenossen auch als "Teckel" bekannt sein dürfte. Während der Saison, d.h. zwischen Mai und Oktober, ist an jedem Freitag und Sonntag etwas los auf der Ruhrtalstrecke. Allein drei Standorte des Westfälischen Industriemuseums sind per Museumsbahn zu erreichen: Freilichtmuseum Hagen, Zeche Nachtigall in Witten und die Henrichshütte in Hattingen. An lohnenswerten Zielen mangelt es der RuhrtalBahn aber ohnehin nicht. Das bergbaugeschichtliche Wandergebiet Muttental in Witten, der Kemnader See, die Altstadt Hattingen und das Eisenbahnmuseum liegen in unmittelbarer Nähe der Strecke. Und die Landschaft des Ruhrtals lädt geradezu ein, die Zugfahrt mit einer Radtour und Schiffsfahrten auf Ruhr und Kemnader See zu kombinieren.