Tierpark und Fossilium Bochum

Den Schwerpunkt des Bochumer Tierparks bildet das Aquarien-/ Terrarienhaus, das eine Vielzahl an Reptilien sowie tropische Süß- und Meerwasserfische zeigt. Blickfänge sind zweifellos die lebenden Stein- und Weichkorallen. Das 1996 eröffnete Fossilium mit der 1400 Exponate umfassenden Fossilien-Sammlung zeigt eine ganze Palette ausgestorbener Tiere. Herz des Hauses ist das 170.000 Liter fassende Hai-Becken mit einem Querschnitt durch ein Korallenriff.


In weiteren Großanlagen wird der Lebensraum "Südamerika" veranschaulicht: Brauen-Glattstirn-Kaimane leben in einem künstlichen Urwaldfluss und sind auch unter Wasser zu beobachten, die über 1 m langen Gabelbärte wurden hier erstmals in Europa gezüchtet. Im Außenbereich des Zoos fallen zunächst die Exoten auf, angefangen bei den Flamingos über die Großpapageien bis zu den Weißschulter-Kapuzineraffen. Im früheren Leopardenkäfig leben nun Kattas. Heimische Tiere wie Luchse sind in großen Gehegen untergebracht, und in Volieren lassen sich viele verschiedene Vögel beobachten. Besonderheiten sind Seychellen-Riesenschildkröten. Für Seehunde entstanden die ´Nordseewelten´ mit Besuchertribüne und Unterwassereinblicken mit einem Fassungsvermögen von 565 m³ Meerwasser. Eine begehbare Voliere für See- und Watvögel samt Wellenanlage schließt sich an. Der Tierpark wurde im Jahre 1933 durch einen Verein gegründet und einige Jahre später im Stadtpark eingerichtet. Alle Gebäude, vom Affenhaus bis Aquarium, wurden 1944 durch Bomben zerstört. Der Wiederaufbau führte zunächst zu kleinen Volieren und Gehegen. 2012 eröffnet der neue Eingang mit Erdmännchengehege. Durch Aufschüttung des den Tierpark bislang teilenden Hohlwegen wurde Platz für Nasenbären-, Katta- und Totenkopfaffen-Anlagen sowie den Bienenlehrstand geschaffen. Die Beteiligung an Zuchtprogrammen wie bei Mönchsgeiern, Nashornleguanen und Weißschulterkapuzinern ist fast schon selbstverständlich. Der Tierpark ist auch Partnerzoo der Stiftung Artenschutz.