Burg Blankenstein

Hoch über der Ruhr thront die Burg Blankenstein. Von hier aus beherrschte sie einst das Ruhrtal. Die alte Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die Burg Blankenstein wird im Jahr 1226 vom Grafen von der Mark aus den Steinen der geschliffenen Isenburg errichtet. Fast 100 Jahre später, genauer zu Pfingsten des Jahres 1321, verleiht hier Graf Engelbert II. der Stadt Bochum die Stadtrechte. Erst gegen 1398 sind die letzten Erweiterungen an Burg Blankenstein abgeschlossen. Ende des 15. Jahrhunderts verliert die Burg dann allerdings an Bedeutung und wird 1614 von spanischen Truppen besetzt.

 

Etwa 50 Jahre später ist die Burg immer mehr verfallen und der Kurfürst erteilt der Familie Syberg die Genehmigung zum Abriss damit diese mit den Steinen ihr Erbgut Haus Kemnade weiter ausbauen konnten. Ab 1860 wird die Burg Blankenstein von dem Eisenwarenhändler Gustav von Stein als Fabrik genutzt. Sein Sohn richtet dort später dann die erste Gastronomie ein. Im Jahr 1922 erwirbt die Stadt Bochum Burg Blankenstein und renoviert die verbliebenen Festungswerke bis 1971.

Der Bergfried bietet dem Besucher einen fantastischen Ausblick über die Altstadt von Blankenstein und die Ruhr. Wer die Burg Blankenstein besucht, sollte unbedingt die Treppen zum 30 Meter hohen Bergfried auf sich nehmen, auch wenn diese an manchen Stellen doch sehr schmal werden. Aber kaum oben angelangt, entschädigt ein fantastischer Ausblick für die Mühen des Aufstiegs. Tief unten schlängelt sich die Ruhr auf einer der schönsten Abschnitte des Ruhrtals von Bochum nach Hattingen. Im Nordwesten breitet sich die Wasserfläche des Kemnader Sees vor den Augen des Betrachters aus, im Norden ist das alte Dorf Stiepel zu sehen. Im Süden fällt der Blick auf das Naturschutzgebiet Katzenstein. Auch hat man von hier oben eine schöne Aussicht auf die Alte Freiheit Blankenstein, deren Fachwerkhäuser zum Spazieren gehen einladen. Die Eisdiele am Marktplatz ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt im Ruhrgebiet.